Mit glänzenden Gesichtern voller Sonnencrème und der Unwissenheit vor dem harten Aufstieg, der uns später noch bevorstand, trafen sich am Montag in der Früh unsere beiden 4. Klassen mitsamt den Begleitpersonen Claudia Schmucki, Christian Huber, Felix Baumann und Giorgio Lardi und vollbepackten Wanderrucksäcken am Zürcher HB.
Wanderung zur Leglerhütte, 8-9. Juli 2024
Wir stiegen in den Zug bis nach Schwanden, von da aus ging es mit dem Bus weiter, der uns in kurzer Zeit auf kurvigen Strassen einige hundert Höhenmeter erkaufte. Der erste Halt auf circa 1000m ü.M. war für die Gruppe gedacht, die sich für die lange Wanderung entschieden hatte, begleitet von Herrn Baumann und Herrn Huber.
Die Gruppe der kürzeren Wanderung, mit Frau Schmucki und Herrn Lardi, durfte sich noch etwas länger in ihren Bussitzen zurücklehnen und wurde bis zur Seilbahn chauffiert, die sie auf 1600 m ü.M. bringen würde.
Für uns anderen ging es aber jetzt schon richtig los. Nach wenigen Metern wurden die meisten Pullis sofort im Rucksack verstaut, erhitzt durch das traumhaft sonnige Wetter und die erbarmungslose Steigung, die uns ab den ersten Metern stets begleitete.
Es ging über Stock und Stein und Kuhweiden und schon sehr bald spalteten sich die Gruppen. Einige hochmotivierte schienen einen Rekord aufstellen zu wollen und rannten förmlich den Berg hinauf, ein Grossteil ihnen hinterher. Jedoch formten wir auch noch ein Schlusslichtgrüppchen, das es etwas gemütlicher nahm, wenn man die Steigung von gefühlten neunzig Prozent auf irgendeine Art als gemütlich bezeichnen konnte. Zwar hängte uns die vordere Gruppe sofort ab, dafür waren uns ab und zu eine kleine Verschnaufpause und ein Blick hinter uns ins weit zurückliegende Tal gegönnt. Nach einer dringend nötigen Mittagspause hatten wird dann auch wieder Energie, um die restlichen 600 Höhenmeter anzupacken. Nachdem wir eine Anhöhe erreicht hatten, die wunderbar als Aussichtsplattform diente, ging es einige Hundert Meter leicht abwärts, vorbei an vielen wilden Heidelbeersträuchern. Bald darauf war aber die Schonfrist vorbei. Der letzte Anstieg, die letzten 350 Höhenmeter, vor denen uns Herrn Huber von Anfang an gewarnt hatte, nahmen ihren Lauf. Es wurde ziemlich steil, noch steiler als zuvor und da wir langsam die Baumgrenze überschritten hatten, brannte die Sonne uns jetzt noch umso erbarmungsloser an die Rücken.
Ab da hiess es auf die Zähne beissen. Auf halber Strecke wurden wir zum Glück mit dem Anblick zweier glasklarer, blaugrüner Bergseen belohnt und der Nebel, der hier oben aufzog, verlieh dem Ganzen eine mystische Stimmung. Dann zeigte Herr Huber bergwärts und wir entdeckten hoch oben auf einer Klippe, zwischen den Nebelschwaden eine Schweizerfahne. Unser Ziel war in Sicht, zwar sehr hoch oben, aber der Anblick brachte uns dazu, nochmals unsere letzten Kraftreserven aufzubieten und wir traten den finalen Aufstieg an, über Gesteinsbrocken, vorbei an Schneefeldern und mit dem Nebel, der unser Blick ins Tal in eine weisse Wand, ein Nichts verwandelte. Dann war die Hütte in Sicht und wir hatten es geschafft.
Zum Abendessen gab es zur Vorspeise eine Gerstensuppe und kurz darauf die wohlverdienten «Spaghetti Napoli» über deren Namen die Italofoni nur die Köpfe schütteln konnten, jedoch schlugen alle kräftig zu. Während dem Essen gab es dann noch eine ganz spezielle Überraschung, nämlich hatten wir unerwartete Gäste. Leise schlichen wir uns aus dem Essraum vor die Hütte, um die Steinbockfamilie mit zwei Jungen zu beobachten, die sich ungewöhnlich nahe der Hütte genähert hatten. Viele von uns sahen diese Bergbewohner*innen zum ersten Mal in freier Wildbahn und dazu noch von so nah.
Der Abend wurde abgerundet durch einen Schaumkuss und ein Pop Quiz vorne auf dem Felsplateau. Wir bildeten Grüppchen und versuchten uns in der Beantwortung von Fragen über Geografie, Sport und das Liceo. Das Lehrpersonenteam war zwar schwer zu schlagen, jedoch waren ihnen mehrere Gruppen dicht auf den Fersen.
Um zehn Uhr war Bettruhe und in der Hütte kehrte langsam die gleiche absolute Stille ein, wie draussen, wo sich wohl auch die anderen Bergbewohnenden zur Ruh gesetzt hatten. Schulter an Schulter lagen wir in unseren Massenschlägen mit vielen verschiedenen Atemzügen im Ohr und versuchten etwas Schlaf zu bekommen.
Am nächsten Morgen wachten einige von uns um halb sechs aus einem leichten Schlaf auf und schlichen sich aus den Zimmern, um den Sonnenaufgang zu beobachten. Der Himmel färbte sich zartorange und schon bald kitzelten uns die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht und die Sonne tauchte langsam hinter einem der Gipfel auf.
Um halb sieben stand dann die Gruppe für den kurzen Abstieg mit Frau Schmucki und Herrn Baumann bereit, nachdem wir in Windeseile Müsli gegessen und uns wanderfertig gemacht hatten. Diese Wanderung startete nur aus diesem Grund so früh, weil ein Teil dieser Gruppe Tickets hatte, um an diesem Nachmittag ihrem Idol Taylor Swift bei ihrem Konzert in Zürich beizuwohnen. Deshalb wurde die kurze Wanderung auch liebevoll die «Swiftie-Wanderung» getauft.
Die Gruppe der längeren Wanderung durfte noch etwas länger schlummern, jedoch stand ihnen vor dem Abstieg und der anschliessenden, belohnenden Abfahrt mit Mountaincarts nochmals ein Aufstieg von gut 300 Höhenmetern bevor.
Wir von der kurzen Wanderung genossen einen angenehmen Abstieg voller Sonne und frischer Luft und entdeckten noch einige herumtollende “Gämschis” am gegenüberliegenden Berghang.
Nach einer kurzen Verzögerung teilten wir die Gruppe auf, die Swifties voraus, der Rest etwas gemütlicher hinterher. Beide Grüppchen kamen um den Mittag herum in Zürich an, die von der längeren Wanderung am späteren Nachmittag.
Alle gingen erschöpft, aber zufrieden, mit überglücklichen Schrittzählern in Uhren und Handys nach Hause.
Livia Masutti, L4a
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