Architektur, sexuelle Gewalt, Biomasse
Dieses Jahr wurden für die kantonale Ausstellung von IMPULS Mittelschulen ausnahmsweise zwei Arbeiten nominiert und prämiert: Restraum von Sean Weik, 5b, und «Von Biomasse zu Plastik» von Palma Joos, 5a.
Sean Weik L5b wurde von Rudolf Hefti (Geometriche) betreut. Er hat sich in seiner Arbeit mit der Frage beschäftigt, wie man vermeintlich fertige Lücken – Resträume – bestehender Architektur mit attraktiven und innovativen Wohnräumen schliessen könnte. Das dabei entstandene Projekt überzeugt in vielerlei Hinsicht: Nebst der Planung um dem Entwurf eines Gebäudes, dass in einen besagten Restraum in der Stadt Zürich passt, gelang es zudem, das Quartier mit Zusatzfunktionen aufzuwerten: Vertikale Begrünung und eine Umnutzung des Parkplatzes werten das Quartier auf. Diese herausragende Arbeit überzeugte die Jury durch ihre durchwegs professionelle Umsetzung: Skizzen, Entwürfe, Konzepte, Pläne, Modelle und eine virtuelle Visualisierung der Innenräume…. Es ist alles da.

Die zweite ausgestellte Arbeit erhielt zugleich die Auszeichnung für die beste Arbeit aus dem Bereich MINT.
Palma Joos, die von Stephanie Bircher (Chemie) betreut wurde, hat sich in ihrer Arbeit „Von Biomasse zu Plastik…und wieder zurück“ mit der Frage beschäftigt, wie sich aus biologischen Ressourcen, die bei der Produktion von organischen Lebensmitteln als Abfallprodukte ausfallen, allenfalls wiederum biologisch abbaubare Kunststoffe gewinnen lassen. Sie hat hierzu umfangreiche Laborarbeiten unternommen und verschiedene Kandidaten an Ausgangsstoffen geprüft. Dabei hat sich gezeigt, dass die aus Hirsespelzen mittels Anreicherung von Maisstärke erzeugten transparenten Kunststofffolien zwar noch nicht allen Anforderungen moderner Lebensmittelverpackungen genügen, aber für Verpackungsfolien für trockene Inhaltsstoffe bereits hinreichen. Palma zeigt in ihrer Arbeit was es bedeutet, ausgehend von einer präzisen Fragestellung und geleitet von dem Methodenrepertoire der Chemie einen wissenschaftlichen Forschungsprozess zu initiieren.

ALA Amici del Liceo Artistico prämierte die folgenden Arbeiten:
Den Premio „Luca Foppiano“ erhielt Kim-Lisa Imwinkelred für ihre Arbeit «künstl*ich» (Betreuung: Raffaella Troiero). Weitere Preise erhielten Glenn Fischli für ihre Arbeit über ADHS mit dem Titel «Hä … was?!» (Betreuung: Raffaella Troiero), Anita Schweighoffer mit ihrer Arbeit «Der Prozess einer Illustrationsarbeit» (Betreuung: Raffaella Troiero und Eva Whitty-Konkoly) sowie Yara Christen, die in ihrer Arbeit «# FALLO SMETTERE! Dare voce alle vittime di molestie sessuali» eine Kampagne entwickelte, die über sexuelle Belästigung aufklärt.
